März
mein wildes Herz - Kuno Ebert, Mehrmagda, Denise S. Puri

Denise S. Puri „mein wildes Herz“
Eröffnung am Fr 01.03.2013, 19 Uhr
Ausstellung bis 16.03.2013, Do–Sa 15–19 Uhr
»Wohin, wohin, mein wildes Herz?« (Achim von Arnim: Frühlingsnacht)
Das Herz als Zentralorgan unseres Blutgefäßsystems ist für den menschlichen Körper unverzichtbar. Es ist das erste Organ, das im Fötus heranwächst. Allerdings kann es auch durch ein künstliches Herz ersetzt werden. Das Herz steht für starke Gefühle, wie Liebe, Mut und Kraft. Eng mit dem Herzen verbunden ist Rot als Farbe des Blutes.
Denise S. Puri beschäftigt sich schon seit längerem künstlerisch mit dem Herzen. Die erste skulpturale Textilarbeit entstand 2007 zur Ausstellung „Ex Voto“. In den darauf folgenden Jahren sind Zeichnungen und Stickereien hinzu gekommen. Knoten und Verschlingungen, Herzen, die sich ausstrecken und nach Verbindungen suchen.
Unabhängig davon entwickelte der Künstler Kuno Ebert im vergangenen Jahr eigene Arbeiten in denen das Motiv des Herzen eine Rolle spielt. So entstand die Idee, gemeinsam unter dem Titel „Mein wildes Herz“ auszustellen. Als „Dritte im Bunde“ kam schließlich die Künstlerin Mehrmagda dazu. Schon seit mehren Jahren thematisiert auch sie das Herz in verschiedenen Serien.
Liebesgedichte, Mädchen mit Gewehren, Verschlingungen und Verbindungen lassen die Herzen höher schlagen.

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„Zufälligkeiten“
für die Bundesgartenschau Gera/ Ronneburg 2007 (1. Preis des künstlerischen Ideenwettbewerbs „Den Park in die Stadt holen“ für die Bundesgartenschau Gera/ Ronneburg 2007)
Naturpoesie im prosaischen Stadtraum
Die Bundesgartenschau verbindet sich mit einem vielfältigen Kunst und Kulturprogramm. Zu den künstlerischen Gestaltungen, die im öffentlichen Raum realisiert wurden, zählt das Kunstprojekt »Zufälligkeiten«. Das Projekt wurde im Rahmen des künstlerischen Wettbewerbs »Den Park in die Stadt holen« (2004) mit dem 1. Preis aus gezeichnet und zur Realisierung empfohlen.
»Aufgabe des Wettbewerbes war, den Park und seine Verankerung im städtischen Gefüge mit künstlerischen Mitteln, … ins Bewusstsein zu bringen und somit zu einer übergreifenden Stadtkultur beizutragen.« (Zur Wettbewerbsaufgabe, aus der Dokumentation »Den Park in die Stadt holen« zum künstlerischen Ideenwettbwerb 2004 herausgegeben vom Stadtplanungsamt und Kulturdirektion der Stadt Gera)
Die Idee: Zwölf gleich große Schilder, mit weißer Schrift auf grünem Grund, markieren die kürzeste Wegeverbindung zwischen »Hofwiesenpark« und Stadtzentrum, die »park-stadt/stadt-park-Achse«.
Auf den Schildern sind zwölf »Zufälligkeiten«, bildhafte Naturbeschreibungen aus C. C. L. Hirschfelds »Theorie der Gartenkunst« (1779), zu lesen.
So sind die Erscheinungen der Natur ohne jegliches konkretes Abbild im Stadtraum präsent. Sie können imaginäre Bilder im Kopf des Betrachters erzeugen und dessen Blick auf die Umgebung verändern.
Im Rahmen der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg 2007 wurde das Projekt mit freundlicher Unterstützung der Stadt Gera und Electrabel realisiert.
»Theorie der Gartenkunst« Christian Cay Laurenz Hirschfeld, Kiel, Febr. 1779
Zweyter Abschnitt. Von den verschiedenen Charakteren der Landschaft Zufälligkeiten und ihren Wirkungen.
» Die Natur hat eine Menge von zufälligen Erscheinungen, womit sie in verschiedenen Jahreszeiten und in
verschiedenen Tagesstunden ihre Landschaften verschönert. All diesen Veränderungen in der Natur, die wir hier unter dem Namen der Zufälligkeiten begreifen, scheinen neue Lagen, oft neue Gegenstände selbst zu bilden. ...
... Sie erfrischen durch eine beständige Abwechslung in der Beleuchtung und Beschattung der Scene, in den Spiegelungen des Lichts und der Farben; und sind für die Mannigfaltigkeit und das Leben in der Landschaft ungemein fruchtbar. Sie überraschen das erstaunte Auge oft mit Erscheinungen, die sich keine Phantasie blendender, zauberischer und vorübereilender bilden kann.«
1 | Die mannigfaltigen Veränderungen bei dem Aufgang und Untergang der Sonne
2 | die verschiedenen Stellungen, Bewegungen und Malereien der Wolken, zumal bei Gewittern und in den Abendstunden
3 | die durchstreifenden Sonnenblicke
4 | plötzlich einfallende Beleuchtungen und Beschattungen
5 | der Schimmer des Mondes im vorüberwandelnden Gewölk
6 | die Erheiterungen und Verdüsterungen der Ferne, die sich nach der Beschaffenheit des Himmels richtet, der seine Gestalten und Lichter mit ihr verwechselt
7 | der sanfte bläuliche Duft, der über entfernten Aussichten schwebt
8 | die Spiegelungen der Farben im Regenbogen
9 | die zwischen dem Grün der Wiese schimmernden Sternchen des Morgentaus
10 | die romantischen Figuren im umherziehenden Nebel
11 | die spielenden Bewegungen des Laubes und Wassers
12 | die lieblichen Widerscheine, die milder und anlockender sind als der Strahl des ursprünglichen Lichts
erhältlich in der
Galerie R31
Reuterstr. 31
12047 Berlin
Öffnungszeiten:
Do–Sa 15–19 Uhr (während der Ausstellungen)
weitere Informationen zur Galerie R31 unter: --> --> www.R31.suchtkunst.de
Dokumentation zum künstlerischen Ideenwettbewerb auf --> www.gera.de (pdf-Datei 2,6 MB)
gezählt seit 29.01.2013
